Sockelfliesen schneiden und verlegen

Häufig stellt sich die Frage, ob es günstiger ist den Sockel aus der Fliese zu schneiden oder ein originaler Sockel zu Anwendung kommen soll. Dies ist natürlich in erster Hinsicht für die Kosten ein Thema. Um ihnen die Entscheidung zu erleichtern, möchten wir mit nachfolgenden Anwendungen zum Fliesensockel die passende Lösung empfehlen.

Zunächst zur Funktion und Verwendung des Fliesensockels oder auch Fußleiste:
Sockel werden in der Regel mit einer Höhe von 5 bis 10 cm erstellt.
Der Fliesensockel soll zwei Funktionen übernehmen: In erster Linie dient dieser als Wischkante zur Wand und soll diese vor Stößen und Verschmutzung zu schützen. Zum Zweiten deckt dieser die ca. 1 cm starke Bewegungsfuge (Ausdehnungsfuge, Trittschallfuge) zwischen Fliesenbelag und Wandputz (Trockenbau).
Der Sockel wird nur mit der Wand verklebt. In den Übergang von Bodenfliese zum Sockel wird eine Silikonfuge hergestellt.

Jetzt kommen wir zu den verschiedenen Möglichkeiten zur Sockelerstellung:

  1. Werksockel: Der Werksockel wird meistens aus der Grundfliese gefertigt und mit einer Viertelstabkante (Rundung) versehen.
  2. Sockel geschnitten aus der Grundfliese mit einer Jollyschiene als Oberkante: hierbei können mehrere Sockel aus Grundfliese geschnitten werden.
  3. Sockel geschnitten aus der Grundfliese als Oberkante die gute Kante der Fliese: hierbei können nur zwei Fliesen aus der Grundfliese gewonnen werden.
  4. Sockelherstellung über unsere Partnerfirma aus der Grundfliese gefertigt und mit einer Viertelstabkante (Rundung) versehen.
  5. Unser Experten Tipp →  Variante 5 „Sockel ebenflächig zur Wand“

Variante Nr. 5 zeigt den aus der Grundfliese geschnittenen und geschliffen Sockel, der ebenflächig zur Wand eingesetzt wurde. Das Bildbeispiel lässt die Verlegung mit einer Schattenfuge zur weiteren Wand erkennen. Diese könnte zum Beispiel mit Acryl geschlossen und in der Wandfarbe gestrichen werden.

Vorteile:

  • Auf dem Sockel kann sich kein Staub absetzen.
  • Gibt dem Ganzen ein stylisches Aussehen.
  • Kostenersparnis, da die ganze Grundfliese verwendet werden kann.
  • Der Sockel kann an den Türen gleich fertig gesetzt werden, kein späteres Anarbeiten an Türzargen nötig.

Verarbeitung:

  • Beim Erstellen der Trockenbauwand wird die zweite (obere) Lage vom Trockenbau im Sockelbereich weggelassen oder zurückgeschnitten. Bei einer geplanten Sockelhöhe von 6 cm wird ab der Estrichoberkante gemessen (Bodenfliese + Dehnungsfuge + Sockelhöhe + Schattenfuge + Platz für das Göppinger Profil ) = gesamt ca. 9 cm. Das Göppinger Profil dient zur Herstellung von einseitig angespachtelten Abschlüssen im Bereich von gleitenden Decken- oder Wandanschlüssen und wird mit dem Laser als sauberer Abschluss vom Trockenbau geheftet und gespachtelt. Beim Wandputz wird mit einer Putzabschlussschiene identisch verfahren. Die Putzstärke sollte mindestens die Fliesenstärke +2mm betragen.   Wenn der Estrich noch nicht zum Einmessen der Höhe vorhanden ist, wird vom festgelegten Meterstich gerechnet. Mit den Schienen erhält man waagerechte und saubere Kanten für den Übergang zum flächenbündigen Fliesen-Sockel.

Wir beraten sie gern!

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2016-11-11T18:14:16+00:00 Oktober, 2016|Tipps + Tricks|